Wandern, Sehen, Genießen.
Unterwegs auf den „Natur+Kultur“-Wanderwegen rund um Hütschenhausen, Spesbach und Katzenbach
Liebe Besucherin, lieber Besucher,
unsere „Natur- und Kulturwanderwege“ verbinden Bewegung, Natur und Geschichte. Die ZeitSpuren und der Lorenpfad erzählen Spannendes aus früheren Zeiten. Der Weiherberg zeigt die Vielfalt unserer Landschaft, der WaldAktiv-Pfad lädt zur Bewegung mitten im Wald ein, und die Panorama-Runde ermöglicht den Blick über unsere Heimat auf barrierearmen Wegen. So laden unsere fünf Themenrunden dazu ein, die Vielfalt unserer Gemeinde aktiv zu entdecken.
An den Wegtafeln finden Sie tiefer gehende Einblicke in Natur, Kultur und Geschichte. Jede Runde können Sie einzeln erkunden oder ganz nach Lust und Kondition mit anderen Routen kombinieren.
Dabei erfährt man durchaus manch Überraschendes. Zum Beispiel, dass Katzenbach beinahe Hafenstadt geworden wäre. Oder dass für den Bau der Autobahn im Jahre 1940/41 eine Lorenbahn errichtet wurde. Und man staunt über die tollen Erfolge der Naturschutzgruppe „Moorklee“ bei der Biotopvernetzung. Einfach zum Genießen!
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Wandern, Entdecken und Genießen.
Achim Wätzold
Ortsbürgermeister
Das Wanderwegenetz „Natur+Kultur“ besteht aus miteinander verbundenen Rundwegen und ist so ausgeschildert, dass man jederzeit auch ohne extra Karte die Wege findet. Die Routen sind flexibel nutzbar – sowohl für kurze Spaziergänge als auch für ausgedehnte Wanderungen. Wer dennoch eine Übersichtskarte wünscht, erhätt diese als Folder am Bürgerhaus Hütschenhausen (B), an der Calisthenicsanlage (c) und am Dorfgemeinschafshaus (D).
Wegmarkierung im Wald: Auf den Waldpfaden werden keine Schilderposten aufgestellt. Stattdessen dienen Sprühsymbole an den Bäumen zur Orientierung: das „W“ im Marschberg (WaldAktiv) und das „L“ auf dem Pfad der früheren Lorenbahn.
Zusammen mit dem NATURA-2000-Erlebnisweg zum Kranichwoog im Süden der Gemeinde lässt sich die ganze Vielfalt und Schönheit unserer Heimat erleben.
In der örtlichen Gastronomie bestehen zu den Öffnungszeiten Einkehrmöglichkeiten. Im Wasgau- und im Nettomarkt ist an allen Werktagen ein kleines Café geöffnet. Bitte beachten Sie: Hunde anleinen ·
Wege nicht verlassen ·
Keine Abfälle wegwerfen ·
Bitte nicht stören
oder Sie laden direkt die entsprechende gpx-Datei auf Ihre digitale Uhr bzw. ihr digitales Endgerät:
Aktuelles zu diesem Thema
Natur+Kultur: Neue Wege laden zum Entdecken ein
Eröffnung des Wanderwegenetzes „Natur+Kultur“
Spesbach hat jetzt einen Biberwoog
Die Hütschenhausener Schwanenfamilie ist ausgewandert
Steigende Geburtenzahlen in Hütschenhausen
Bauhof der VG legt rund um den Erlebnisturm nach
Der Aussichtsturm am Kranichwoog ist offiziell eröffnet
Unbekannte stehlen alle Betreten-verboten-Schilder an der Umzäunung des Kranichwoogs
Abschlussfeier der Flurbereinigung
Erlebnisturm Kranichwoog
Informationen zu den Wanderwegen
Mitten durch die Gemarkung
1970 waren die Planungen fix und fertig ausgearbeitet. Der Bau des Kanals von der Saar zum Rhein hätte begonnen werden können. Doch dann kam alles anders.
Es ist erst 55 Jahre her, und nur die Älteren erinnern sich noch daran: Das Milliardenprojekt des Kanalbaus von der Saar bei Saarbrücken bis zum Rhein bei Frankenthal war komplett durchgeplant. Doch dann stoppte die damalige Bundesregierung unter Kanzler Willy Brandt das gesamte Projekt – aus Rentabilitätsgründen. Über den Kanal sollten Kohle und Stahlprodukte aus dem „Saargebiet“ schneller zum Rhein und damit zu den Abnehmern in Baden-Württemberg und Bayern kommen, denn die Konkurrenz aus dem Ruhrgebiet war übermächtig.
Bereits 1888 gab es erste Pläne für eine Wasserstraße zwischen Saarbrücken und Ludwigshafen. Der 2. Weltkrieg stoppte das Vorhaben komplett, ab 1955 wurden die Planungen wieder aufgenommen. Drei gigantische Schrägaufzüge hätten die Schiffe auf eine einheitliche Ebene von 256 m ü. NN angehoben – auf über 100 Kilometern Länge komplett ohne Schleusen.
Hafenstadt wären wir in Hütschenhausen nicht geworden, aber der Saar-Pfalz-Kanal hätte der Gemeinde und der Region wichtige wirtschaftliche und touristische Impulse geben können. Die Kanaltrasse hätte im Bereich der Obermohrer Straße in nur 35 Metern Abstand an Katzenbach vorbeigeführt. Beim Bau hätte es riesige Erdbewegungen gegeben – nördlich des Elschbacherhofs wäre die Trasse sogar über den Eisenbahntunnel geführt worden.
Lorenbahn, Weltkrieg und 250 Millionen Jahre Erdgeschichte
Nach der Machtergreifung Hitlers 1933 wurden aus Gründen der Arbeitsbeschaffung und militärisch-strategischer Überlegungen viele Autobahnen gebaut – daran hatte auch die Westpfalz mit gleich zwei Autobahnen Anteil. Riesige Mengen an Aushub- und Auffüllmaterial mussten 1940/41 dafür bewegt werden.
Mit einer eigens errichteten Lorenbahn im Wald auf der Schrollbacher Höhe oberhalb Katzenbachs wurde der Sand zu den Baustellen der heutigen A 62 transportiert. Die Lorenbahntrasse ist Teil dieses Wanderweges. Schon 1941 wurden die Bauarbeiten kriegsbedingt eingestellt – erst 25 Jahre später, am 6. September 1966, erfolgte die Freigabe der Strecke bis Glan-Münchweiler.
Vor 250 Millionen Jahren wurde der „Grundstein“ gelegt: Damals lag unsere heutige Westpfalz noch knapp oberhalb des Äquators. Stürme türmten den Sand Hunderte von Metern übereinander – daraus entstand über Jahrmillionen der Buntsandstein, der 1940 zur Aufschüttung der Autobahndämme verwendet wurde. Unsere A 62 ist also, was ihr Baumaterial angeht, über 250 Millionen Jahre alt.
3,0 km – der kürzeste Rundweg, dafür mit einem besonderen Anspruch: Sie ist so angelegt, dass sie auch barrierearm, z.B. mit dem Rollator oder dem Kinderwagen gut zu bewältigen ist – ganz ohne auf schöne Ausblicke über unsere Heimat verzichten zu müssen.
Die Route führt auf befestigten Wegen durch die offene Landschaft rund um Hütschenhausen und verbindet damit Naturgenuss mit Zugänglichkeit für alle Generationen und Zielgruppen. Entlang der Strecke laden Outdoor-Fitnessgeräte zu einer sportlichen Pause ein, und auch eine Einkehrmöglichkeit liegt direkt an der Route. Zudem befindet sich der Spielplatz Heckstücke entlang des Weges – ideal für eine Rast mit Kindern.
NSG Moorklee und Imkerverein: Biotope schaffen und vernetzen
Seit 1984 gibt es in Hütschenhausen die Naturschutzgruppe Moorklee. Sie hat seither schier Unglaubliches geleistet: Kleine und große Teiche, Streuobstwiesen, Vogelhecken und blühende Ackerrandstreifen haben die Mitglieder angelegt. Und der Imkerverein hat eine Bienenwiese gestaltet, welche ihresgleichen sucht.
Entlang der beiden Wege ZeitSpuren (7,3 km) und Weiherberg (7,3 km) lassen sich folgende Biotop-Stationen entdecken: Feuchtbiotope, Streuobst, Blühstreifen/-wiese, Barfußpfad, Bienenwiese und Feldhecke
Die Natur erwandern – im Marschberg
Dieser Wanderweg ist etwas ganz Besonderes: Geht es noch los über ganz normale Waldwege, so gelangt man schon sehr bald auf schmalen Pfaden in Bereiche, wo der Wald sich ganz natürlich entwickeln durfte und die man so nie vermutet hätte.
Hier kann man regelrecht im Wald baden und die Seele baumeln lassen. Die Stille in diesem Kernbereich des Marschbergs ist Genuss pur, der durch nichts gestört wird. Man möchte gar nicht mehr weitergehen …
Wer aber doch wieder aus dem Wald herauskommt, der findet gegenüber des Schützenhauses den ehemaligen Steinbruch der Gemeinde, der heute von der Reservistenkameradschaft als Ort der Begegnung genutzt wird. Bis in die 1930er Jahre hinein wurden hier die Sandsteine für den Hausbau gewonnen.
1977: Der erste Trimm-Pfad. Ortsbürgermeister Lothar Leßmeister und Verbandsbürgermeister Julius Divivier weihten ihn damals mit einer Fitness-Demonstration ein. Der Pfad wurde über zwei Jahrzehnte intensiv genutzt. Heute garantieren drei robuste Outdoor-Geräte – bewusst am Ein- und Ausgang der Route platziert – auch beim Wandern mit Kindern für Spaß und gute Laune.
Kranichwoog
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Mehr InformationenEin Film von Bernd Schmitt im Auftrag und freundlicherweise bereitsgestellt vom Landkreis Kaiserslauern















