Freiflächenanlage, private Dächer und gemeindeeigene Gebäude tragen gemeinsam zum Erfolg bei
Die Ortsgemeinde Hütschenhausen verfügt über die höchste installierte Solarleistung aller Gemeinden im Landkreis Kaiserslautern. Grundlage ist das neue Informationsportal „Solar Check“, das die Daten des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur aufbereitet. Zum Spitzenplatz beigetragen haben die neue Freiflächen-Photovoltaikanlage zwischen der Firma Rettenmeier und dem Ortsteil Katzenbach, zahlreiche private Anlagen auf den Dächern unserer drei Ortsteile – und auch die Ortsgemeinde selbst, die ihre Gebäude Schritt für Schritt mit Photovoltaik ausstattet.
Wie viel Sonnenstrom in Hütschenhausen inzwischen erzeugt wird, zeigt ein Blick auf die Modellrechnung des Portals: Im September 2026 entfiel rund jede zehnte Kilowattstunde Solarstrom im gesamten Landkreis auf unsere Gemeinde – rechnerisch etwa 1,9 Gigawattstunden. Damit liegt Hütschenhausen auch vor deutlich größeren Kommunen wie Landstuhl oder Ramstein-Miesenbach. Die Werte beruhen auf den im Register gemeldeten Anlagen und werden anhand von Wetterdaten hochgerechnet; sie geben also eine gut belastbare Größenordnung, aber keine gemessenen Einspeisewerte wieder.
Viele Dächer, ein gemeinsames Ergebnis
Der Spitzenplatz ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt. Neben den neuen Freiflächenanlagen bei Katzenbach sind es vor allem die vielen Bürgerinnen und Bürger, die in den vergangenen Jahren in eigene Anlagen auf ihren Häusern investiert haben.
Auch die Ortsgemeinde leistet ihren Beitrag: Neben der langjährigen Anlage auf der Leichenhalle in Spesbach wurden im vergangenen Jahr die Kita „Villa Kunterbunt“ und in diesem Jahr das Bürgerhaus Hütschenhausen mit Anlagen von jeweils knapp 30 kWp belegt. In den vergangenen Wochen folgte – gemeinsam mit dem Gemeindewerk – die komplette Belegung der Sporthalle Hütschenhausen: Die Ortsgemeinde betreibt dort eine Anlage mit Batteriespeicher zur Eigenversorgung der Halle, das Gemeindewerk eine größere Anlage zur Volleinspeisung mit insgesamt über 90 kWp. Die Beschlüsse dazu hatte der Gemeinderat vor der Sommerpause einstimmig gefasst. Aktuell erfolgen die Tiefbauarbeiten, um die Anlage mittels eines neuen Hausanschlusses über die Reichswaldstraße einspeisen zu können.
„Dieser erste Platz gehört nicht einzelnen Projekten, sondern dem ganzen Ort – jeder, der ein Modul aufs Dach gebracht hat, hat seinen Anteil daran“, sagt Ortsbürgermeister Achim Wätzold. „Als Gemeinde wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen: Jede Anlage auf einem kommunalen Dach senkt dauerhaft unsere Energiekosten und macht uns ein Stück unabhängiger. Klimaschutz und solide Haushaltsführung sind hier kein Widerspruch, sondern zwei Seiten derselben Medaille.“
Weitere Informationen
Wer sich selbst ein Bild machen möchte, findet die Zahlen für den Landkreis und alle Gemeinden kostenfrei unter solar-check.io. Das Portal bietet zudem Rechner für Photovoltaikanlagen, Balkonkraftwerke und Wärmepumpen – vielleicht eine Anregung für alle, die noch über eine eigene Anlage nachdenken.