Ortsgemeinde Hütschenhausen

Beschlüsse im Mai

Gemeinderat vergibt Aufträge zur Schadensbeseitigung und stärkt zugleich die Infrastruktur in allen Ortsteilen

Mit umfangreichen Investitionen in Infrastruktur, Dorfentwicklung und kommunale Einrichtungen hat der Gemeinderat in seiner Mai-Sitzungsrunde wichtige Weichen gestellt. Neben der Vergabe von Aufträgen zur Behebung der Manöverschäden standen die Weiterentwicklung der Ortskerne, neue Freizeitangebote sowie Investitionen in die Kita „Villa Kunterbunt“ im Mittelpunkt der Beratungen.

Der Haupt- und Bauausschuss sowie der Werksausschuss haben in ihren Sitzungen die Entscheidungen der Mai-Gemeinderatssitzung vorbereitet. Einen Schwerpunkt bildete dabei die Behebung der Manöverschäden in der Gemarkung. Nachdem mit der Bundeswehr eine vollständige Kostenübernahme vereinbart werden konnte, vergab der Gemeinderat Aufträge in Höhe von rund 140.000 Euro. In besonders stark betroffenen Bereichen konnten die Arbeiten bereits in den vergangenen Tagen anlaufen. Auch die nachhaltige Dorfentwicklung wurde weiter vorangebracht. Für den Ortsteil Spesbach beschäftigte sich das Gremium mit dem Bebauungsplan, der – analog zu den bereits angepassten Planungen in Hütschenhausen und Katzenbach – den Innenbereich überplant. Ziel ist es, den dörflichen Charakter langfristig zu bewahren und zugleich eine nachhaltige Entwicklung der Ortskerne sicherzustellen. Für verschiedene Bauvorhaben wurde in diesem Zusammenhang – teils nach Anpassungen durch die Vorhabenträger – das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Damit kann unter anderem die Seniorenwohngruppe in der Ortsmitte ab Juni ihren Betrieb aufnehmen, wodurch künftig auch Pflegeplätze direkt im Ort entstehen.

Vorplanung für den Endausbau des Dienstleistungs- und Handwerkerparks (Foto: Auszug der Planung von Lindschulte)

Im Dienstleistungs- und Handwerkerpark der Gemeinde steht in diesem Jahr der Beginn des Endausbau an. Der Gemeinderat befasste sich hierzu mit dem finalen Planungsentwurf und beschloss die abschließende Ausbauvariante. Gleichzeitig wird auch die Infrastruktur für Veranstaltungen und das gesellschaftliche Leben verbessert. Gemeinsam mit den Werken wurden Maßnahmen rund um die Kerweplätze hinter dem Bürgerhaus und in Spesbach abgestimmt, um die Rahmenbedingungen für Kerwen und weitere Feste langfristig zu stärken. Feste Stromverteilerkästen, an denen Schausteller und Vereine unkompliziert anschließen können, stärken künftig die Infrastruktur. Im Zusammenhang mit diesen Maßnahmen wird zugleich die Wasserversorgung für Feste optimiert.

 

Doch nicht nur im Siedlungsbereich entwickelt sich die Gemeinde weiter. Im Außenbereich soll über den Sommer hinweg ein neuer Kulturwanderweg entstehen, der das bestehende Wanderwegenetz rund um den Natura-2000-Weg erweitert. Verschiedene Streckenvarianten sollen künftig kulturelle Anreize mit zusätzlichen Bewegungsangeboten verbinden. Für das Projekt wurde ein Förderantrag im LEADER-Regionalbudget der LAG Westrich-Glantal gestellt.

 

Auch bestehende Einrichtungen werden kontinuierlich modernisiert. So erhält die Kita „Villa Kunterbunt“ neue Außenjalousien für insgesamt 13.350,61 Euro. Zusätzlich werden die Anlagen sowie die Oberlichter für 4.864,09 Euro in eine intelligente Gebäudesteuerung integriert. Dadurch sollen Energieverbrauch und Raumklima künftig automatisiert und dadurch noch effizienter gesteuert werden können.

Im Bereich der Forstwirtschaft wird turnusgemäß die Forsteinrichtung neu aufgestellt und damit die langfristige Entwicklung des Gemeindewaldes fortgeschrieben. Der Werksausschuss beschäftigte sich zudem mit dem Jahresabschluss 2023, um die noch offenen Abschlüsse schrittweise aufzuarbeiten. Ziel bleibt es, künftig wieder zwei Jahresabschlüsse pro Jahr zu beraten.

 

„Wir bringen an vielen Stellen gleichzeitig wichtige Projekte voran – von der Infrastruktur über die Ortsentwicklung bis hin zu sozialen Angeboten“, ordnete Ortsbürgermeister Achim Wätzold die Beschlüsse ein.